VERINNERUNGEN

Figuren- und Schauspiel zum Thema Demenz
VIDEO hier   
(Pressemeldungen weiter unten)

Frau blickt irritiert

Schubladen und Fächer in einem Nähkästchen, voll mit Erinnerungen. Hier drin sollten sie sicher sein. Aber die Zettel und Fotos machen dir Angst. An manchen Tagen kannst du sie nicht mehr entziffern, erkennst die Menschen auf den Bildern kaum. Du versteckst Zettel mit Namen, mit Wochentagen und Adressen. Und dann findest du sie nicht mehr. Dein Versuch das schleichende Vergessen zu bewältigen.
Und ich?  Als Kind hatte ich oft Angst, du könntest mich verlassen, aber doch nicht so...

       VERINNERUNGEN

   Eine Mutter-Tochter-Geschichte, erzählt in  
   feinfühligen Bildern und Szenen.
   Die Kombination aus Schauspiel und
   Puppenspiel erweist sich als besonders
  geeignet zur Darstellung dieser Beziehung und deren Veränderung durch die Demenz.

Sonja Lenneke und Stefan Mensing nehmen
mit dieser Produktion die belastende Situation sowohl der Menschen mit Demenz als auch der Angehörigen ernst.
Das Stück berührt Tabus und schafft Raum
für eine echte Auseinandersetzung.
Ameli Dziemba ist es außerordentlich gut gelungen,
dazu Musik zu produzieren,
die die Geschichte sensibel begleitet und trägt.
VERINNERUNGEN

Zielgruppe: allgemein Interessierte, Angehörige von Menschen mit Demenz,  Begleiter, ehrenamtlich und professionell Tätige
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Für Pressefotos bitte Kontakt aufnehmen

SPIELTERMINE

Regie:
Stück:
Idee u. Spiel:
Regieassistenz:
Figur u. Ausstattung:
Komposition u. Ton:  
Song "Remember"


Lichttechnik:
Tontechnik-Beratung:
Fachberatung:

Fotos:

Stefan Mensing  www.stefanmensing-theater.net
Stefan Mensing, Sonja Lenneke
Sonja Lenneke
Stephanie Mielke
Sonja Lenneke, Rolf u. Edmund Drescher                          
 Ameli Dziemba  soundcloud.com/amelidziemba
Louise van Aarsen, Ton Scheer
www.louisevanaarsen.com
"REMEMBER"
auf youtube
Josef Lenneke

Carsten Lukas
Sandra Menge (Alzheimergesellschaft Kreis Neuss)     
Stephanie Mielke (betroffene Angehörige)      
Sigrid Außem

Spielzeit: 60 min.

Spielvoraussetzungen:
Bühnenmaße:

ohne Pause
im Anschluss Gelegenheit zum Gespräch
verdunkelbarer Raum
6m breit, 5m tief, auf Podest

 

aus dem Publikum:

...berührt in jeder Minute...

"Ich wusste nicht, wem es schlechter ging – der Tochter oder der Mutter!"

Schwere des Themas durch die eigene Ästhetik leicht gemacht

Ich habe Szenen mit meiner Mutter wieder erlebt - das gibt mir Frieden

Wir waren sehr angerührt und begeistert.
Sie und Ihr Team schaffen es, mit relativ wenigen Mitteln genau die Fakten und Stimmungen auf die Bühne zu bringen, die die Geschichte in ihrer ganzen Dramatik präsentieren. Großartig.

Das Theaterstück “Verinnerungen” beschäftigt mich nachhaltig – d.h. immer noch. Es beunruhigt mich einerseits – wenn ich an die Grausamkeit dieser Krankheit denke, und es beruhigt mich, weil ich weiß, auch diese Krankheit kann Heilung von Beziehungsstörungen in der Familie bewirken. Vielleicht hat sie eine viel weitreichendere tiefe Heilungswirkung für alle Beteiligten, als wir vordergründig ahnen. Und am Ende steht wirklicher Frieden. All das haben Sie auf so wunderbare Weise veranschaulicht, dass ich noch ganz gebannt bin. Nochmals ganz herzlichen Dank für die Aufführung und das anschließende Gespräch.  Frau D.

Die Bewunderung für ihr Spiel hat mir die Möglichkeit gegeben, den Abstand zu meiner eigenen Situation zu wahren. Ich hatte große Angst hierher zu kommen, aber durch ihre tolle Darstellung war es ein Genuss.

 

Reform. Kirche Stadt Luzern,  06.01.17
von Beat Hänni:  Wenn Erinnerungen verrinnen – Das Schauspiel und Figurenspiel von Sonja Lenneke hat (...) in der Matthäuskirche tief beeindruckt. – Die Demenz brachte eine besondere Dynamik in die Beziehung von Mutter und Tochter. Werden sie einander begegnen? Der verhaltene Rhythmus liess vom ersten Augenblick eine grosse Spannung entstehen. Auf der Oberfläche gab es wenig Handlung; umso mehr in der Tiefe. Die Kirche war so still und die Stimmung so dicht, dass man eine Stunde lang eine Stecknadel hätte fallen hören können. Im Anschluss an das bewegende Spiel herrschte weiterhin Stille. Dann nahm Sonja Lenneke sehr einfühlsam mit den Gästen ein Gespräch auf. Es klangen tiefe philosophische und geistliche Fragen an: Was ist der Mensch? Was bleibt? Was ist in der Demenz noch möglich?

Volksstimme (Salzwedel) 25.10.2016,
von Ivonne Ritter-Findeisen 
VERINNERUNGEN
VERINNERUNGEN   Das atmosphärische Bühnenstück „Verinnerungen“ (...) hat das Publikum im Hanseat stark berührt. Die Kombination aus Schauspiel und Puppenspiel ist gewagt, aber äußerst gelungen. Sonja Lenneke verstand es zu jeder Zeit, ihrer Puppe Leben einzuhauchen und jedes noch so kleine Detail zu transportieren. Auch die Emotionen, die die Betroffenen durchleben, wurden den Zuschauern auf beeindruckende Weise nahe gebracht.

 

Rhein-Zeitung 01.03.16,  von Martin Köhler

VERINNERUNGEN
...Sonja Lenneke vermittelt das traurige Thema mithilfe des beneidenswert geschickt gespielten Puppenspiels hautnah. Und das Publikum im Kaisersaal folgte dem einstündigen Schauspiel (...) mit höchster Konzentration. (...) Ein großer Beifall brandete auf. Kaum jemand wird mit solch einfachen Mitteln solch ein dramatisches Thema so lebensnah darstellen können, wie Sonja Lenneke.
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Allgem. Zeitung Rhein-Main-Presse
04.03.16,
von Simone Mager 
Ein großes Thema in einer kleinen Bühnenwelt –  Figurentheater zu Demenz Schlussbild

(...) Ausverkauft war das Theaterstück, in dem es nicht nur um Demenz und um das geht, was diese Alterserscheinung mit den Betroffenen macht. Es geht auch darum, was die Krankheit für pflegende Angehörige bedeutet und welche innere Zerrissenheit damit verbunden sein kann.  Ihr Equipment passt gerade noch so in ihr Auto. Es ist perfekt aufeinander abgestimmt, und es gelingt Sonja Lenneke damit, auf der Bühne eine Theaterwelt entstehen zu lassen, in der sich die innere und äußere Distanz der Charaktere in der Symbolik des Bühnenbildes aber auch in der Handlung selbst widerspiegelt. (...) Sonja Lenneke schlüpft während der Szenen des Stücks abwechselnd in die Rolle der Tochter und spielt die Mutter mit einer Handpuppe. Charakterstark dabei der Ausdruck, den sie mit der Puppe mit dem alten Gesicht und der Kittelschürze erzielt: das wiederholte Streichen über die Tischdecke, zitternde Hände, das Fallenlassen in den Stuhl, die Atemlosigkeit, die plötzliche emotionale Aggressivität und die tiefe Verzweiflung in Momenten der Selbsterkenntnis über den Fortschritt der Demenz – all das erweckt Lenneke mit der Puppe zum Leben.
(...) Das Stück ist in weiten Teilen ein innerer Dialog. Zu einer direkten Begegnung zwischen Mutter und Tochter kommt es erst in der Schlussszene – und das allein ist schon ein Kunststück, denn Sonja Lenneke, die in manchen Szenen Regine verkörpert und in den anderen mit der Puppe in die Mutterrolle schlüpft, ist ständig gemeinsam mit der Puppe auf der Bühne zu sehen. Viel Zärtlichkeit und die Andeutung einer Versöhnung liegt in diesem letzten Bild, als Regine die zerbrechlich wirkende Puppe in ihr Bett legt und die Hand hält.
Nach einem kurzen Moment der stillen Bewegungslosigkeit ertönt lang anhaltender Applaus, als Sonja Lenneke sich vor ihrem Publikum verbeugt.



Kölnische Rundschau 06.05.14, 
von Andrea Löhr
VERINNERUNGEN
(...) Lenneke spielt die Tochter und spricht deren Gedanken laut aus, die zwischen Vorwürfen, Überforderung, Wut und Trauer schwanken. Die 80-jährige Mutter wird von einer Handpuppe dargestellt, die von Lenneke mit authentischen Bewegungen geführt und gesprochen wird. (...) liebevolle Details (...)
Das Stück zeigt beklemmend und ehrlich die Zweifel und Unsicherheit der Tochter sowie die wachsende Angst der Mutter darüber, verrückt zu werden (...)

PRESSEMELDUNG vom 26.09.12:
Weltpremiere anlässlich des Welt-Alzheimertages
Die Alzheimer Gesellschaft Kreis Neuss/Nordrhein e.V. hat anlässlich des Welt- Alzheimertages am 21. September 2012 in Zusammenarbeit mit der AOK Neuss ein besonderes Theaterstück erstmalig aufgeführt. Das Figurentheater „hand-und-raum“ unter der Leitung von Sonja Lenneke hat an diesem Abend ca. 50 Zuschauer im Kardinal-Frings-Haus nachdenklich gemacht, berührt und begeistert. Das Figurentheaterstück „Zettel im Nähkästchen", (Titeländerung in 2013: "VERINNERUNGEN") das Frau Lenneke speziell anlässlich des Welt-Alzheimertages entwickelt hat, erzählte prägnant und einfühlsam, wie eine Demenzerkrankung nicht nur den erkrankten Menschen selbst verändert, sondern wie sich zwangsläufig auch die Beziehungen zu den nahen Angehörigen verändern. Der Prozess des Vergessens und damit der wechselseitige Abschied vom vertrauten Menschen wurde von Frau Lenneke, die in ihrem Stück die Tochter einer an Demenz erkrankten Mutter spielte, sehr eindrücklich dargestellt und am Ende vom Publikum mit standing ovations belohnt.